Archiv für Nachrichten

Pressemitteilung des BVL zum Tag der Legasthenie und Dyskalkulie am 30.09.2017

Nicht erkannt – nicht gefördert – kein Schulabschluss!

Die Deutsche Kinderhilfe weist gemeinsam mit dem Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) auf einen Missstand in unserem Schulsystem hin, der Kinder mit einer Legasthenie und Dyskalkulie in ihren Bildungschancen deutlich einschränkt und gesellschaftspolitisch untragbar ist.

Berlin, 26. September 2017

Zum 2. Mal wird am 30.9.2017 der Tag der Legasthenie und Dyskalkulie ausgerufen, um deutlich zu machen, dass für die betroffenen Kinder in der Bildung noch viel getan werden muss. Die gemeinsame Kampagne der Deutschen Kinderhilfe und des BVL „Bessere Bildungschancen für Kinder mit Legasthenie und/oder Dyskalkulie!“ soll helfen, die Chancen in unserem Bildungssystem zu verbessern, damit Kinder schulisch unterstützt und nicht „aussortiert“ werden. » Weiterlesen

Noch Plätze frei: Nächster Workshop der Jungen Aktiven

3. Sommer-Workshop vom 08.09. bis 10.09.2017 in Bad Lausick bei Leipzig
für junge Erwachsene mit Legasthenie / Dyskalkulie

Motto: Perspektivenwechsel: Wer bin ich? Was kann ich? Wie will ich sein?
Neben Workshop-Einheiten, unter anderem zum Thema „meine Biographie“, gibt es ein buntes Abendprogramm und viel Gelegenheit zum persönlichen Austausch.

AKTUALISIERT:

für den Sommerworkshop unserer JA-Gruppe vom 08. bis 10. September 2017 in Bad Lausick bei Leipzig  gibt es für Kurzentschlossene noch freie Plätze.
Eine Anmeldung per Mail (ja@bvl-legasthenie.de) ist noch bis 01.09. möglich.
Das Programm sowie alle weiteren Informationen sind dem im Anhang beigefügten Flyer zu entnehmen.

Anmeldung ab sofort bis zum 31.07.17 möglich unter ja@bvl-legasthenie.de
Kosten: 15 Euro Teilnahmegebühren und 15 Euro Auslage (Rückerstattung der Auslage bei Teilnahme)

Das Projekt „Sommer-Workshop 2017“ wird im Rahmen der Selbsthilfeförderung nach § 20 h Sozialgesetzbuch V finanziert durch die BARMER.
Gewährleistungs- oder Leistungsansprüche gegenüber der Krankenkasse können daraus nicht erwachsen.
Für die Inhalte und Gestaltung ist der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. verantwortlich.

Junge Aktive des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie e.V.
Facebook-JA.JungeAktive & JA-Facebookgruppe
ja@bvl-legasthenie.de
Zusammen sind wir stark!

Wenn Buchstaben Rätsel bleiben

Im Juni lud der Ortsverband Hohenlockstedt / Kellinghusen zu einem Vortrag ein unter dem Titel

„Die Lehse-Rechtschreipstörunk

in dea Kinda- und Jugendzüchatri“.

Referentin Karin Sauer, Diplom-Pädagogin und Entwicklungspsychologin an der Schleswiger Helios-Klinik und Mitglied im Vorstand des Landesverbandes gelang es, nicht nur Eltern und Fachkräfte in eine spannende Diskussion einzuführen – auch konnte sie den anwesenden Vertreter der Presse überzeugen, dass diesem Thema auch über die Betroffenheit hinaus öffentliches Interesse gebührt.

Hier geht es zum Artikel

der am 2. Juli 2017 in der Norddeutschen Rundschau erschien.

Rechenschwäche-Erlass geht in die Verlängerung

Wenn Sie den Rechenschwäche-Erlass in den Händen halten, finden Sie am Ende den Hinweis, dass er zum 31. Juli 2017 außer Kraft tritt.

Auf unsere Nachfrage hin teilte uns das zuständige Referat Sonderpädagogische Förderung, Inklusion und Integration im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur mit, dass der Erlass in die Verlängerung bis zum 31. Juli 2018 geht, wie es auch im Nachrichtenblatt veröffentlicht wurde.

Sitzenbleiben ist bei einer Legasthenie oder Dyskalkulie keine Lösung

PRESSEMITTEILUNG

Sitzenbleiben ist bei einer Legasthenie oder Dyskalkulie keine Lösung

 

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) empfiehlt Eltern und Pädagogen, Kinder mit einer Legasthenie und Dyskalkulie nicht zusätzlich durch ein Sitzenbleiben seelisch zu belasten.

Bonn, 7. Juli 2017

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. (BVL) erhält aktuell viele Anfragen von Eltern, die sich Rat holen, weil ihre Kinder wegen einer Legasthenie (Lese-Rechtschreibstörung) oder Dyskalkulie (Rechenstörung) sitzen bleiben. Die betroffenen Kinder haben meist keine individuelle Förderung und keinen Nachteilsausgleich wegen ihrer Beeinträchtigung erhalten und die Schule scheint mit der Situation überfordert zu sein. „Die Mathematiklehrerin meiner Tochter teilte mir mit, dass Nadine sich nicht am Unterricht beteiligt und auch bei den Klassenarbeiten versagt. Trotz der zusätzlichen Arbeitsblätter zeige sie keine Fortschritte und solle deshalb die Klasse wiederholen“, beklagt Nadines Mutter. Die Lehrerin habe ihr gesagt, sie kenne sich mit Dyskalkulie nicht aus und wüsste auch nicht, wie man Nadine, die in die 3. Klasse kommen würde, helfen könne. Daher sei eine Klassenwiederholung der beste Weg, um mehr Zeit zu gewinnen, den Schulstoff der 2. Klasse in Mathematik zu wiederholen. „Meine Tochter sitzt weinend in ihrem Zimmer und ist mit ihren 8 Jahren total verzweifelt. Wir fühlen uns von der Schule allein gelassen und fragen uns, was eine Klassenwiederholung bringen soll, wenn Nadine in der Schule nicht gefördert wird“, so die Mutter. » Weiterlesen

19. BVL-Kongress

PRESSEMITTEILUNG

19. BVL-Kongress Legasthenie und Dyskalkulie: Interdisziplinäre Zusammenarbeit der Pädagogik, Psychologie und Medizin kann erfolgreich gelingen

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) hat mit seinem 19. BVL-Kongress in Würzburg gezeigt, wie wichtig interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Entwicklung diagnostischer und therapeutischer Verfahren bei einer Legasthenie oder Dyskalkulie ist.

 

Bonn, 21. März 2017

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. hat in Kooperation mit der Universität Würzburg vom 17. – 19. März 2017 seinen 19. Bundeskongress Legasthenie und Dyskalkulie durchgeführt. Über 800 Teilnehmer/innen sind der Einladung gefolgt und haben Informationen zu den Themen „Erkennen, Fördern und Fordern“ mitgenommen.

„Der Kongress hat eindrucksvoll gezeigt, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit der Pädagogik, » Weiterlesen

Mitgliederversammlung

Einladung

zur ordentlichen Mitgliederversammlung des LVL SH

am 18. März 2017 in Bordesholm

 

Zeit:    Sonnabend 18. März 2017 von 10.00 bis ca. 15.00 Uhr

Ort:     Hotel Carstens

Holstenstraße 23

24582 Bordesholm

 

Schönberg, den 5. März 2017

Liebe Mitglieder im LVL Schleswig-Holstein,

Ich möchte Sie gerne an unsere Mitgliederversammlung am Sonnabend, 18. März 2017 von 10.00 bis 15.00 Uhr erinnern. Den Einladungstext mit der Tagesordnung finden Sie weiter unten, wie auch im Mitgliedermagazin LEDY, Ausgabe 04/2016, unseres Bundesverbandes.

 

Für den Vormittag (ab 10.00 Uhr) konnten wir die Diplom-Sozialpädagogin Frau Regine Lorenzen gewinnen, uns etwas zu erzählen aus dem Bereich der neurophysiologischen Entwicklungsförderung.

Mit allen Sinnen lernen

Welchen Zusammenhang haben die Wahrnehmungsbereiche (Gleichgewicht, Hören, Sehen) mit dem Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen? Wie kann sich eine neurophysiologische Entwicklungs-Förderung in den Wahrnehmungsbereichen im Besonderen bei einer Legasthenie oder Dyskalkulie auswirken?

 

Nach einer stärkenden Mittagspause wollen wir uns der umseitigen Tagesordnungspunkte widmen.

Interessierte Gäste sind herzliche willkommen. Über eine Teilnahme an den Regularien entscheidet die Mitgliederversammlung.

Tagesordnung:

  1. Begrüßung und Festlegung der Tagesordnung
  2. Bericht des Vorstandes
  3. Kassenbericht nebst Prüfbericht der Kassenprüfer
  4. Voranschlag (Haushaltsplan) für das Geschäftsjahr 2017
  5. Genehmigung der Niederschrift der Mitgliederversammmlung vom 19. März 2016 in Henstedt-Ulzburg
  6. Bericht des Beauftragten für Sozialrecht im LVL SH
  7. Entlastung des Vorstandes
  8. Wahl der Kassenprüfer für das Haushaltsjahr 2017
  9. Verschiedenes
  10. Ende der Versammlung und Verabschiedung

Begründete Anträge von Mitgliedern zur Ergänzung der Tagesordnung müssen der/dem Vorsitzenden bis spätestens 1 Woche vor dem Termin der Mitgliederversammlung schriftlich oder per Fax zugegangen sein.

Herzliche Grüße

Für den Vorstand
Sigrid Sabrowski
Vorsitzende
eMail: vorsitz@lvl-sh.de

Winter-Workshop

Liebe Mitglieder, liebe Betroffene, liebe Landesverbände,

wir möchten noch vier zusätzliche Plätze für unseren Workshop in Magdeburg vom 24.-26.2.2017 vergeben. Wir würden uns über Anmeldungen von jungen Erwachsenen mit Legasthenie / Dsykalkulie im Alter von 15 – 35 Jahren sehr freuen.

Bis auf 15 Euro Selbstbeitrag für das Abendprogramm übernehmen wir alle Kosten. Unser Motto lautet „Im Gespräch überzeugen, aber wie?“ Themen werden zum Beispiel sein: Bewerbungen schreiben und Bewerbungsgespräche. Im Abendprogramm gehen wir unter anderem Bowlen und es wird viele Möglichkeiten für persönlichen Austausch geben.

Liebe Mitglieder, wer kennt noch andere Betroffene von Euch?

Bei allen Fragen gerne wenden an ja@bvl-legasthenie.de

Wir freuen uns auf Dich / Euch!

Liebe Grüße vom Team der Jungen Aktiven

 

Frühbucherrabatt für 19. BVL-Kongress Legasthenie und Dyskalkulie vom 17. — 19. März 2017 in Würzburg

PRESSEMITTEILUNG

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) bietet bis zum 20. Januar 2017 einen Frühbucherrabatt zu seinem 19. BVL-Kongress in Würzburg an. Das Programmheft mit Abstracts steht zur Einsicht online bereit.

Bonn, 11. Januar 2017

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. führt in Kooperation mit der Universität Würzburg vom 17. — 19. März 2017 seinen 19. Bundeskongress Legasthenie und Dyskalkulie durch. Der Kongress steht unter dem Thema: „Erkennen, fördern und fordern: Neue Erkenntnisse zur Legasthenie und Dyskalkulie“. Die Registrierung mit einem Frühbucherrabatt ist bis zum 20. Januar 2017 online möglich, danach gelten die regulären Preise. Das komplette Programmheft mit den Abstracts der Vorträge und Workshops steht zur Einsicht und zum Download auf der BVL-Homepage bereit.

Ein umfangreiches Fort- und Weiterbildungsprogramm wird von über 60 namhaften Referentinnen und Referenten Eltern, Betroffenen, Lehrern/innen, Erziehern/innen, Therapeuten/innen, Schülern/innen, Auszubildenden und Studierenden präsentiert. Es werden aktuelle Ergebnisse und Methoden zur » Weiterlesen

Dyskalkulie-Seminar erfolgreich

Der Landesverband Legasthenie & Dyskalkulie Schleswig Holstein e.V. hat in Zusammenarbeit mit dem Verein Lesen-Schreiben-Rechnen e.V. aus Kiel am 08.10.2016 wieder ein ganztägiges Elternseminar zum Thema „Rechenschwäche — Dyskalkulie, wie Eltern Ihren Kindern beim Rechnen helfen können“ in Bordesholm durchgeführt. Die vortragende Referentin von Lesen-Schreiben-Rechnen e.V. Frau Dipl.-Päd. Eva Reinicke und Herr Wolf-Rüdiger Sosnowski vom LVL S-H begrüßten 14 teilnehmende Eltern sowie die Vertreterinnen des Ortsverbandes Bordesholm im Hotel Carstens zum Elternseminar.

Bereits in der Vorstellungsrunde wurde deutlich, dass die betroffenen Eltern und ihre Kinder trotz der teilweise guten schulgesetzlichen Bestimmungen des Rechenschwäche-Erlasses große Sorgen haben. Neben der fachlichen Frage „Wie kann mein Kind die mathematischen Basisfertigkeiten zuverlässig erlangen?“ sind viele Kinder und damit auch deren Familien von den emotionalen und psychischen Folgereaktionen auf anhaltendes schulisches Versagen betroffen. Es wurde von Tränen, Ängsten, Schulunlust, Verweigerung bei den Hausaufgaben, Selbstzweifeln („Ich lerne das sowieso nie!“) und defizitärem Selbstbild („Ich bin ja sowieso doof!“) berichtet.

Es wurde deutlich, dass die Lehrkräfte in der Schule nur wenige Möglichkeiten haben, die betroffenen Kinder zielführend zu unterstützen. An dieser Stelle bietet der Rechenschwäche-Erlass zwar theoretischen Spielraum, dieser ist in der Praxis des Alltages aber selten realisierbar.

In entspannter Atmosphäre wurden die Ursachen und Erscheinungsformen einer Rechenschwäche/Dyskalkulie erläutert. Anschließend wurden gemeinsam Möglichkeiten der schulischen und häuslichen Unterstützung und Hilfestellung erarbeitet. Hierbei wurde individuell auf die jeweilige Fragestellung der Seminarteilnehmer eingegangen.

Die Rückmeldung der Teilnehmenden zeigte, dass die Not der betroffenen Kinder groß ist. Andauernder schulischer Misserfolg hat massive Auswirkungen auf das Lern- und Arbeitsverhalten, sowie auf das Selbstwertgefühl. Es besteht die dringende Notwendigkeit, Eltern und Lehrer zu informieren, zu sensibilisieren, Handlungsspielräume zu nutzen um den SchülerInnen zu helfen.