Archiv für Allgemein

Neuer Vorstand gewählt

Der neue Vorstand von links nach rechts: Jeannine Hohmann, Karin Sauer, Stefanie Johannsen (1. Vorsitzende), Eva Reinicke und Daniela Wirtz

 

Auf unserer Mitgliederversammlung am 30. April 2022 haben wir einen neuen Vorstand gewählt. Wir wünschen den fünf engagierten Frauen viel Erfolg und Freude mit dieser Aufgabe und ich verabschiede mich hier an dieser Stelle in die „zweite Reihe“.

Sigrid Sabrowski

Landesverordnung (NuNVO) und Erlass 2022 ersetzen den Erlass von 2018

Die aktuell gültigen Regelungen zum schulischen Umgang mit Lese-Rechtschreibschwäche (Legasthenie) sind in der NuNVO (Nachteils- und Notenschutzverordnung vom 16.02.2022), dem Erlass zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit einer Lese-Rechtschreibschwäche und Erstellung von Zeugnisvermerken über einen gewählten Notenschutz (vom 15.03.2022) und der Handreichung zum Notenschutz wegen einer Lese-Rechtschreibschwäche für die Lehrkräfte in allgemeinbildenden Schulen und Förderzentren in Schleswig-Holstein.

Die Dokumente finden Sie hier.

Der Landesverband arbeitet derzeit an einer übersichtlichen Zusammenstellung der wichtigsten Fragen und Antworten.

Sobald diese Übersicht fertigestellt und mit dem Bildungsministerium abgestimmt ist, erscheint sie hier.

Bei Fragen rufen Sie uns gerne unter der Nummer 04893-3768853 an.

Online-Vortrag: Legasthenie im Instrumentalunterricht

Herzlich laden wir Sie ein zu einem Online-Vortrag

Legasthenie im Instrumental-Unterricht

am 13. März 2021, 9.30 bis ca. 11.00 Uhr

Begabungen stärken ist ein wichtiger Aspekt im Umgang mit Teilleistungsstörungen. Die heilsame Wirkung des Musizierens wird manches Mal aber auch gerade durch „Noten-Legasthenie“ eingeschränkt. Die Raum-Lage-Wahrnehmung lässt Noten als verwirrende Punkte übers Blatt tanzen, die Speicherfähigkeiten werden aufs Höchste herausgefordert, vom Blatt spielen ist eine Königsdisziplin.

Die Referentin Annika Sabrowski hat sich in ihrem Studium der Elementaren Musikpädagogik mit der Frage beschäftigt, wie Legastheniker trotz ihrer Einschränkungen Zugang zum Musizieren finden und Musikpädagogen ihnen dabei helfen können.

Geben Sie diese Einladung auch gerne an andere Interessierte weiter. Die Teilnehmerzahl wird allerdings begrenzt sein.

Wer sich bis zum 6. März unter vorsitz@lvl-sh.de anmeldet, erhält dann ab dem 7. März einen Teilnahme-Link. Kurzentschlossene können nur dazustoßen, soweit noch freie Plätze vorhanden sind.

Herzliche Grüße
Sigrid Sabrowski

Neue Beratungsnummer: 04893-3768853

Da unser Anbieter keine 0700-Nummer mehr zur Verfügung stellt, erreichen Sie uns ab sofort unter oben genannter Festnetznummer.

Da ehrenamtlich Engagierte sich gerne Zeit nehmen für Ihre Sorgen, bitten wir darum, zwecks Rückmeldung eine Festnetznummer oder eMail-Adresse anzugeben.Wer eine Handynummer hinterlässt, kann lediglich mit einer kurzen SMS-Antwort rechnen, um uns unübersehbare Kosten und Abrechnungsaufwand zu ersparen. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.

Zur aktuellen Virus-Lage

Update, 11.05.2020:

Hygiene- und Abstandsregeln verändern die Lernförderung für legasthene und dyskalkule Schüler.
Je nach Vorgabe von Land und Kreis unterliegen die Anbieter von Lernförderung derzeit unterschiedlichen Regelungen und bieten u. U. auch online-Förderung an. Bitte erkundigen sie sich beim einzelnen Anbieter, ob und wie die Lerneinheiten derzeit durchgeführt werden können.

Da die Entwicklung für Seminare und Gruppentreffen schwer einzuschätzen ist, setzen wir alle Veranstaltungen bis Ende Juli 2020 ab.

Bleiben Sie gesund!

Legasthenie im Instrumentalunterricht

Liebe Alle,

Sie hatten Interesse angemeldet, meine Arbeit über Legasthenie im Instrumentalunterricht lesen zu wollen oder wurden dort sogar zitiert. Ich freue mich sehr, dass die Arbeit nun fertig ist und ich sie Ihnen zur Verfügung stellen kann. Sie finden die ganze Arbeit und auch eine Kurzfassung zum praktischen Gebrauch auf meiner Internetseite unter:

https://www.annikas-musikecke.de/musikecke/paedagogikmusikpaedagogik/legasthenie-im-instrumentalunterricht/

Dort dürfen Sie diese selbstverständlich auch herunterladen und ich freue mich, wenn Sie den Link an Interessierte weitergeben.

Ich danke herzlich für Ihr Interesse und die tolle Zusammenarbeit mit vielen von Ihnen.

Mit vielen Grüßen,

Annika Sabrowski

Junge Aktive: Winterworkshop

Wir von den Jungen Aktiven veranstalten vom  17.01. bis zum 19.01.2020 unseren Winterworkshop. Dieser wird in der Jugendherberge Wannsee (Berlin) stattfinden.

Das Motto lautet „Beim Lernen durchstarten mit Legasthenie und Dyskalkulie“.

Es wird also um Lernstrategien und Lernforschung gehen. Denn Lernen ist nicht auf die Schule begrenzt. Außerdem stehen wir mit unserer Teilleistungsstörung auch beim Lernen (z.B. von Vokabeln) vor größeren Schwierigkeiten. Zusammen werden wir Lösungen erarbeiten.

Anmelden kann man sich bis zum 24.10.2019 auf https://www.bvl-legasthenie.de/ja. Alle weiteren Informationen sind dem angehängten Flyer zu entnehmen.

Viele Grüße

Das Sprecher*innenteam

Anton, Christina, Natascha und Svea

Junge Aktive des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie e.V.
JA-Facebookgruppe
ja@bvl-legasthenie.de
Gemeinsam sind wir stark!

Pressemitteilung zum Tag der Legasthenie und Dyskalkulie am 30.09.2019: Aufruf zum Schulwettbewerb gegen Fördernotstand

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) ruft gemeinsam mit der Deutschen Kinderhilfe – Die ständige Kindervertretung – am 30.09.2019, dem Tag der Legasthenie und Dyskalkulie, zu einem Schulwettbewerb auf, um eine bestmögliche Förderung für Schülerinnen zu erreichen.

Berlin, 23. September 2019

In Schulen herrscht durch den akuten Lehrkräftemangel ein massiver Fördernotstand. Alle verfügbaren Pädagogen werden für den Regelunterricht eingesetzt und die schulische Förderung kommt dabei zu kurz. Die Bertelsmann-Studie prognostiziert bis 2025 allein an den Grundschulen 26.3000 fehlende Lehrkräfte, was dramatisch ist, denn hier werden die Weichen für die weitere schulische Entwicklung der Kinder gestellt. Um deutlich zu machen, dass Kinder mit einer Legasthenie und Dyskalkulie davon besonders betroffen sind, wird dieses Jahr zum 4. Mal am 30.09.2019 der Tag der Legasthenie und Dyskalkulie ausgerufen. » Weiterlesen

Pippi Langstrumpf und die Dyskalkulie

Pippis Rechenkünste erinnert jeder. Oder? Sie konnte sich nicht merken wie die Zahlen miteinander zusammenhängen. Heute weiß man, dass manche Kinder unter Dyskalkulie leiden. Sie haben ausgeprägte Schwierigkeiten beim Erlernen der Grundrechenarten, der Mengenverhältnisse und der Raumlage, jedoch weniger bei den höheren mathematischen Operationen wie Algebra oder Differentialrechnung. Reichliches Wiederholen führt zu keiner dauerhaften Verbesserung. Sowohl Fehlerquote als auch die Art der Fehler variieren.

Wenn diese Kinder früh erkannt und speziell gefördert werden, haben sie eine (gute) Chance jeden möglichen Schulabschluss zu erlangen. Die Dyskalkulie kann im Verbund mit einer Legasthenie auftreten, sie schließen sich entgegen der verbreiteten Meinung nicht aus.

In Schulen wird leider noch allzu oft eine Wiederholung der nicht gekonnten Aufgaben im Alleingang als Förderunterricht betrachtet. Eine erfolgversprechende Förderung sollte sich jedoch unbedingt an den individuellen Schwächen ausrichten und weniger am aktuellen Unterrichtsstoff. Zudem benötigen diese Kinder gerade eine andere Art der Erklärung, manchmal auch 4 Arten, weil ihnen andere Verarbeitungswege zur Verfügung stehen.

Lehrkräfte, Eltern, das Kind und außerschulische Fachkräfte sollten unbedingt miteinander sprechen und Beobachtungen teilen. Eine fachärztliche Diagnostik eröffnet eine umfassendere Beurteilung der persönlichen Schwächen und Stärken, die in der Regel wiederum zu einer individuelleren und damit erfolgversprechenderen Förderung führen können.

Dyskalkule Kinder erkennt man z. B. an Problemen

  • bei der Orientierung in Raum (oben, unten, rechts, links werden schwer erfasst Ordnung
    klappt nicht allein), schlechtes Vorstellungsvermögen
  • bei der Orientierung in der Zeit (5 Minuten erscheinen wie 5 Stunden „ich fange gar nicht
    erst an“)
  • bei der Orientierung in der Reihenfolge (auslassen/vertauschen der (Nachbar-)Zahlen, Problem rückwärts zu zählen, Punktrechnung vor Strichrechnung)
  • falsches Zählen, Zahlendreher, Probleme beim erfassen des 10 er, 20er, 100er Raums
  • Übersehen von Zahlen, Rechenzeichen, Worten in Textaufgaben
  • spätes Abstrahieren vom Fingerrechnen zum reinen Denken,
  • hohe Varianz in der Fehlerquote,
  • geringe Merkfähigkeit für diesen Bereich
  • Multiplikation und Division fällt noch schwerer als Addition und Subtraktion
  • erkennen „offensichtliche“ Fehler nicht
  • Übertragen von Gelerntem auf ähnliche Aufgaben geschieht nicht

Früherkennung im Kindergarten und Schuleingangsstufe bezieht sich auf die Vorläuferfunktionen wie z. B. die Orientierung in der Raumlage (anziehen, Tisch decken), der Zeit (Tageszeit, Jahreszeit), der Reihenfolge von Tätigkeiten, dem Erkennen von Mengen.

Von Regine Lorenzen, stellvertretende Vorsitzende Landesverband für Legasthenie und Dyskalkulie Schleswig-Holstein e.V., Beratung 04893-3768853 www.lvl-sh.de

Technische Innovationen – Lesehilfen auf dem Prüfstand

Wem das Lesen schwer fällt, der kommt nicht darum herum, wirklich jede Begegnung mit einem Text als Anlass zum Lese-Training zu nutzen.

Doch es gibt immer wieder Augenblicke, wo das Textverständnis in den Vordergrund rückt, wie z.B. in Klassenarbeiten und Prüfungen. Da geht es nicht darum, dass das Lesen trainiert wird, sondern dass die Aufgabenstellung verstanden wird, damit die Bearbeitung gelingen kann. » Weiterlesen