Archiv für Nachrichten

Zur aktuellen Virus-Lage

Update, 25.03.2020:

Da die Entwicklung schwer einzuschätzen ist, setzen wir alle Veranstaltungen bis Ende Juli 2020 ab.

Bleiben Sie gesund!

Abgesagt: Elternseminar: Stressfaktor Legasthenie

Aktuell:

Aufgrund der derzeitigen Gesundheitslage muss das Elternseminar abgesagt werden.

Am 14.03.2020 laden der Landesverband Legasthenie und Dyskalkulie Schleswig-Holstein e.V. und der Ortsverband Hohenlockstedt/Kellinghusen in Kooperation mit Lesen-Schreiben-Rechnen e.V., Kiel, zu einem Elterseminar zum Thema „Stressfaktor Legasthenie“ ein.

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Elternseminar: Spiele zur Lese- und Rechtschreibförderung

Am 22.02.2020 laden der Landesverband Legasthenie und Dyskalkulie Schleswig-Holstein e.V. und der Ortsverband Hohenlockstedt/Kellinghusen in Kooperation mit LRS-Training e.V., Kiel, zu einem Elterseminar zum Thema „Spiele zur Lese- und Rechtschreibförderung“ ein.

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Pressemeldung des BVL: PISA-Studie spiegelt wieder, was Schülerinnen und Schüler mit einer Legasthenie und Dyskalkulie in deutschen Schulen täglich erleben

Der BVL (Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V.) sieht in den Ergebnissen der neuen PISA-Studie bestätigt, dass die fehlende individuelle Förderung in Schulen einen deutlichen Rückgang der Lese-/Rechtschreib- und Rechenkompetenz nach sich zieht.

 

Bonn, 5.12.2019

Der BVL (Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V.) hat am 30.09.2019, dem Tag der Legasthenie und Dyskalkulie, erneut darauf aufmerksam gemacht, dass Kinder in den Schulen individuell gefördert werden müssen. Der Lehrkräftemangel dürfe nicht dazu führen, dass Schulen ihren Bildungsauftrag, den Kindern lesen, schreiben und rechnen beizubringen, nicht erfüllen.

Die Entwicklung der Lesekompetenz ist nach den Ergebnissen der neuen PISA-Studie in den letzten 2 Jahren deutlich rückläufig, ebenso ist die Mathematikkompetenz auf einem Abwärtstrend. Was aber besonders erschreckend ist, dass sich die Schere zwischen schwachen und starken Schüler*innen in keinem anderen Land so weit öffnet wie in Deutschland. „Für uns ist es unverantwortlich, dass Schüler*innen mit einer Legasthenie und Dyskalkulie in den meisten Schulen keine individuelle Förderung erhalten“, beklagt Tanja Scherle, Bundesvorsitzende des BVL. „Uns Eltern wird zur Entschuldigung gesagt, es fehlen dafür die Lehrkräfte. Unsere Kinder werden in den Schulen allein gelassen und versagen dann in unserem Bildungssystem“, sagt Scherle.

Kinder mit einer Legasthenie und Dyskalkulie benötigen eine individuelle Förderung, um eine gute Lese-/Rechtschreib- und/oder Rechenkompetenz zu entwickeln. Eine reine Stoffwiederholung oder klassische Nachhilfe hilft diesen Kindern nicht. Die meisten Lehrkräfte wurden in ihrer Ausbildung nicht darauf vorbereitet, wie man diesen Kindern nachhaltig helfen kann. Wenn in unseren Schulen überhaupt noch Förderunterricht angeboten wird, dann in viel zu großen und vor allem inhomogenen Gruppen. Scheitern Kinder aufgrund fehlender Unterstützung in den Schulen, dann ist die gesamte zukünftige Entwicklung gefährdet. Zu viele Kinder verlassen unsere Schulen als Analphabeten oder ohne Schulabschluss.

„Gut begabte Kinder mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie versagen in unserem Bildungssystem, weil sie nicht ausreichend lesen, rechtschreiben oder rechnen können. Nicht, weil sie zu dumm oder zu faul sind, sondern weil man sie nicht unterstützt, weder schulisch noch außerschulisch“, bedauert Tanja Scherle. „Außerschulische Therapien müssen von den Eltern selber finanziert werden, weil die Krankenkassen diese Kosten nicht übernehmen. Sie zahlen die Diagnose und dann steht man alleine da“, sagt Scherle. „Wenn Eltern die Therapiekosten nicht selber aufbringen können, dann ist ihr Kind in unserem Bildungssystem verloren. Dass Kinder aus sozial schwachen Familien so keine Bildungsperspektive haben, liegt auf der Hand“, so Scherle.

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie fordert alle Verantwortlichen in Bildung und Politik auf, sich endlich ihrer Verantwortung zu stellen und dafür Sorge zu tragen, qualifizierte Förderung in den Schulen durchzuführen. Der BVL sieht die Problematik des Lehrkräftemangels, aber es müssen neue Wege eingeschlagen werden, indem man qualifizierte Lerntherapeut*innen in die schulische Förderung einbindet. Andere europäische Länder sind uns deutlich voraus und unterstützen Menschen mit einer Legasthenie und Dyskalkulie tatkräftig.

 

Weitere Informationen zum Thema Legasthenie und Dyskalkulie sind im Internet unter http://www.bvl-legasthenie.de  abrufbar.

 

Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V.
Annette Höinghaus
c/o EZB Bonn
Postfach 201338
53143 Bonn
Tel.    04193 / 965604
Fax:   04193 / 969304
Mobil: 0172 / 4262463

Legasthenie im Instrumentalunterricht

Liebe Alle,

Sie hatten Interesse angemeldet, meine Arbeit über Legasthenie im Instrumentalunterricht lesen zu wollen oder wurden dort sogar zitiert. Ich freue mich sehr, dass die Arbeit nun fertig ist und ich sie Ihnen zur Verfügung stellen kann. Sie finden die ganze Arbeit und auch eine Kurzfassung zum praktischen Gebrauch auf meiner Internetseite unter:

https://www.annikas-musikecke.de/musikecke/paedagogikmusikpaedagogik/legasthenie-im-instrumentalunterricht/

Dort dürfen Sie diese selbstverständlich auch herunterladen und ich freue mich, wenn Sie den Link an Interessierte weitergeben.

Ich danke herzlich für Ihr Interesse und die tolle Zusammenarbeit mit vielen von Ihnen.

Mit vielen Grüßen,

Annika Sabrowski

Junge Aktive: Winterworkshop

Wir von den Jungen Aktiven veranstalten vom  17.01. bis zum 19.01.2020 unseren Winterworkshop. Dieser wird in der Jugendherberge Wannsee (Berlin) stattfinden.

Das Motto lautet „Beim Lernen durchstarten mit Legasthenie und Dyskalkulie“.

Es wird also um Lernstrategien und Lernforschung gehen. Denn Lernen ist nicht auf die Schule begrenzt. Außerdem stehen wir mit unserer Teilleistungsstörung auch beim Lernen (z.B. von Vokabeln) vor größeren Schwierigkeiten. Zusammen werden wir Lösungen erarbeiten.

Anmelden kann man sich bis zum 24.10.2019 auf https://www.bvl-legasthenie.de/ja. Alle weiteren Informationen sind dem angehängten Flyer zu entnehmen.

Viele Grüße

Das Sprecher*innenteam

Anton, Christina, Natascha und Svea

Junge Aktive des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie e.V.
JA-Facebookgruppe
ja@bvl-legasthenie.de
Gemeinsam sind wir stark!

Pressemitteilung zum Tag der Legasthenie und Dyskalkulie am 30.09.2019: Aufruf zum Schulwettbewerb gegen Fördernotstand

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) ruft gemeinsam mit der Deutschen Kinderhilfe – Die ständige Kindervertretung – am 30.09.2019, dem Tag der Legasthenie und Dyskalkulie, zu einem Schulwettbewerb auf, um eine bestmögliche Förderung für Schülerinnen zu erreichen.

Berlin, 23. September 2019

In Schulen herrscht durch den akuten Lehrkräftemangel ein massiver Fördernotstand. Alle verfügbaren Pädagogen werden für den Regelunterricht eingesetzt und die schulische Förderung kommt dabei zu kurz. Die Bertelsmann-Studie prognostiziert bis 2025 allein an den Grundschulen 26.3000 fehlende Lehrkräfte, was dramatisch ist, denn hier werden die Weichen für die weitere schulische Entwicklung der Kinder gestellt. Um deutlich zu machen, dass Kinder mit einer Legasthenie und Dyskalkulie davon besonders betroffen sind, wird dieses Jahr zum 4. Mal am 30.09.2019 der Tag der Legasthenie und Dyskalkulie ausgerufen. » Weiterlesen

30.09. Tag der Legasthenie und Dyskalkulie: Veranstaltungen

Rund um den bundesweiten Tag der Legasthenie und Dyskalkulie wird es auch in Schleswig-Holstein wieder einige Veranstaltungen geben, z.B. am 30.9.2019 einen Vortrag über „Entscheidungshilfen zur Fremdsprachenwahl“ in Kiel oder Sie erhalten am 2.10. Informationen rund um Legasthenie, Dyskalkulie und unseren Elternverband auf dem Wochenmarkt in Preetz, … –  was genau und wo, entnehmen Sie bitte unserem Kalender.

Hinweisen möchte ich auch auf die erstmalige Aktion des Bundesverbandes: 3 Monate Beitragsfreiheit bei Neu-Mitgliedschaft am 30.09.2019

3 Monate Beitragsfreiheit bei Neu-Mitgliedschaft am 30.09.2019

Werden Sie am Tag der Legasthenie und Dyskalkulie Mitglied und Sie erhalten die ersten 3 Monate Ihre Mitgliedschaft (Oktober bis einschl. Dezember 2019) beitragsfrei. Voraussetzung dafür ist, dass Ihr Mitgliedsantrag am 30.09.2019 bei uns online eingeht. Sie sparen damit 17,50 Euro und können bereits ab 30. September von allen Vorteilen einer Mitgliedschaft profitieren.

Online Mitglied werden

 

Pippi Langstrumpf und die Dyskalkulie

Pippis Rechenkünste erinnert jeder. Oder? Sie konnte sich nicht merken wie die Zahlen miteinander zusammenhängen. Heute weiß man, dass manche Kinder unter Dyskalkulie leiden. Sie haben ausgeprägte Schwierigkeiten beim Erlernen der Grundrechenarten, der Mengenverhältnisse und der Raumlage, jedoch weniger bei den höheren mathematischen Operationen wie Algebra oder Differentialrechnung. Reichliches Wiederholen führt zu keiner dauerhaften Verbesserung. Sowohl Fehlerquote als auch die Art der Fehler variieren.

Wenn diese Kinder früh erkannt und speziell gefördert werden, haben sie eine (gute) Chance jeden möglichen Schulabschluss zu erlangen. Die Dyskalkulie kann im Verbund mit einer Legasthenie auftreten, sie schließen sich entgegen der verbreiteten Meinung nicht aus.

In Schulen wird leider noch allzu oft eine Wiederholung der nicht gekonnten Aufgaben im Alleingang als Förderunterricht betrachtet. Eine erfolgversprechende Förderung sollte sich jedoch unbedingt an den individuellen Schwächen ausrichten und weniger am aktuellen Unterrichtsstoff. Zudem benötigen diese Kinder gerade eine andere Art der Erklärung, manchmal auch 4 Arten, weil ihnen andere Verarbeitungswege zur Verfügung stehen.

Lehrkräfte, Eltern, das Kind und außerschulische Fachkräfte sollten unbedingt miteinander sprechen und Beobachtungen teilen. Eine fachärztliche Diagnostik eröffnet eine umfassendere Beurteilung der persönlichen Schwächen und Stärken, die in der Regel wiederum zu einer individuelleren und damit erfolgversprechenderen Förderung führen können.

Dyskalkule Kinder erkennt man z. B. an Problemen

  • bei der Orientierung in Raum (oben, unten, rechts, links werden schwer erfasst Ordnung
    klappt nicht allein), schlechtes Vorstellungsvermögen
  • bei der Orientierung in der Zeit (5 Minuten erscheinen wie 5 Stunden „ich fange gar nicht
    erst an“)
  • bei der Orientierung in der Reihenfolge (auslassen/vertauschen der (Nachbar-)Zahlen, Problem rückwärts zu zählen, Punktrechnung vor Strichrechnung)
  • falsches Zählen, Zahlendreher, Probleme beim erfassen des 10 er, 20er, 100er Raums
  • Übersehen von Zahlen, Rechenzeichen, Worten in Textaufgaben
  • spätes Abstrahieren vom Fingerrechnen zum reinen Denken,
  • hohe Varianz in der Fehlerquote,
  • geringe Merkfähigkeit für diesen Bereich
  • Multiplikation und Division fällt noch schwerer als Addition und Subtraktion
  • erkennen „offensichtliche“ Fehler nicht
  • Übertragen von Gelerntem auf ähnliche Aufgaben geschieht nicht

Früherkennung im Kindergarten und Schuleingangsstufe bezieht sich auf die Vorläuferfunktionen wie z. B. die Orientierung in der Raumlage (anziehen, Tisch decken), der Zeit (Tageszeit, Jahreszeit), der Reihenfolge von Tätigkeiten, dem Erkennen von Mengen.

 

Von Regine Lorenzen, stellvertretende Vorsitzende Landesverband für Legasthenie und Dyskalkulie Schleswig-Holstein e.V., kostenlose Beratungsnummer 0700 999 585 74 www.lvl-sh.de